Gaumennahterweiterung (GNE)/Hyrax-Apparatur

Kieferorthopäden setzen die Gaumennahterweiterung ein, um das Breitenwachstum des Oberkiefers effektiv zu fördern. Der Einsatz der GNE sollte laut Kieferorthopäden möglichst früh erfolgen, da sich diese Fehlstellung ansonsten im Laufe des Wachstums verstärkt. Ein zu schmal ausgeprägter Oberkiefer kann verschiedenste Ursachen haben: Neben erblichen Faktoren können Wachstumsstörungen der Kieferknochen, die Anwendung eines Schnullers oder Mundatmung eine Rolle spielen.

Wie Ihnen Ihre Expertin für Kieferorthopädie erläutern wird, besteht der Oberkieferknochen aus zwei Hälften, die über die Gaumennaht miteinander verbunden sind. Letztere ist manipulierbar – besonders bei Kindern und Jugendlichen, da die Naht während der Wachstumsphase noch nicht verknöchert ist, was jedoch bei Erwachsenen der Fall ist.

Ein zu schmal ausgeprägter Oberkiefer kann beispielsweise einen Zahnengstand hervorrufen, aber auch zu einem Kreuzbiss führen. Zum Thema Kreuzbissüberstellung mit Lamitec®-Dehnplatten siehe auch unter Gaumenapparatur in dieser Fachwiki.

Wie setzt sich eine Gaumennahterweiterungsapparatur zusammen? Wesentliches Element ist eine Verstellschraube, die über ein Metallkonstrukt mit Bändern an den Backenzähnen des Oberkiefers befestigt ist. Nach Anweisung Ihrer Spezialistin für Kieferorthopädie wird diese Schraube regelmäßig verstellt, was ein Auseinanderdriften der beiden Oberkieferhälften zur Folge hat.


Gaumennahterweiterung [F]

In diesem Kontext kommt in der kieferorthopädischen Praxis in Solingen die Hyrax-Apparatur zum Einsatz. Im Milchzahngebiss wird diese an den ersten Prämolaren über Bänder befestigt, im bleibenden Gebiss an den ersten Molaren (Backenzähnen). Die Gaumennaht wird wie beschrieben gedehnt, die Kieferhälften auseinander bewegt. Es kommt innerhalb kurzer Zeit zur Neubildung von Knochen in dem erweiterten Bereich des Oberkiefers.