Folgen von Fehlstellungen

Zahnfehlstellungen können bereits bei geringer Abweichung vom Idealzustand der Zahnreihe zu funktionellen und ästhetischen Einschränkungen führen. Schneidezähne, die ihre Position auf dem Zahnbogen verändert haben und leicht gekippt stehen, behindern beispielsweise das Abbeißen fester Nahrung und können unter Umständen den Sprechvorgang stören.

Da unregelmäßig oder zu eng angeordnete Zähne oft schlechter mit Zahnbürste und Zahnseide zu pflegen sind, besteht in diesem Fall ein erhöhtes Risiko für Karies (Zahnfäule) und Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates). Darüber hinaus ist die Selbstreinigung der Zähne nicht ausreichend möglich, wenn sie von den angrenzenden Strukturen, zum Beispiel von den Lippen, nicht optimal berührt werden können.

Ein Lückenschluss durch einwandernde Zähne nach einem verfrühten Milchzahnverlust führt immer zu einem Platzmangel für den nachkommenden bleibenden Zahn.

Zahnverluste nach einem Unfall oder durch Karies oder Parodontitis verursacht, lösen Wanderungen der Nachbarzähne in die vorhandene Lücke aus. Die Zähne verlieren ihren Halt zum Nachbarn, kippen unter Umständen und ihre Kauflächen berühren nicht mehr idealerweise jene des gegenüberliegenden Zahns. Aufgrund dessen entstehen Fehl- oder Überlastungen einzelner Zähne. Diese können dazu beitragen, dass der Zahn selbst geschädigt wird, oder auch der Zahnhalteapparat (Parodont) und das Zahnfleisch in Mitleidenschaft gezogen werden. Des Weiteren kann es dadurch auch zu Kiefergelenksproblemen kommen.

Kieferorthopäden beobachten als Folge der Zahnfehlstellungen übermäßige Plaqueansammlungen auf den Zähnen, die bei unzureichender Beseitigung Karies und Parodontitis nach sich ziehen können.

Darüber hinaus verursachen Zahnfehlstellungen Beeinträchtigungen des Kau- und Sprechvorgangs. Sprachfehler können auftreten, wobei Ihre Zahnärztin Dr. Baska in diesem Zusammenhang eng mit Logopäden zusammenarbeitet, um diese Sprachstörungen schnell zu beheben.

Außerdem können diese Zahnverluste auch zu einer Beeinträchtigung des Kieferwachstums beitragen.

Einige Patienten weisen Muskelverspannungen im Nackenbereich auf oder klagen über Kopfschmerzen – Symptome, die man nicht sofort mit Zahnfehlstellungen in Verbindung bringt. Nach gründlicher Diagnostik kann in einigen Fällen ein kausaler Zusammenhang zwischen der Fehlstellung und den Symptomen hergestellt werden. Nach entsprechender kieferorthopädischer Therapie treten diese Beschwerden nicht mehr auf.

Kieferfehlstellungen aufgrund von Größenanomalien oder Abweichungen von der optimalen Lage der Kiefer zueinander können unter anderem zu Schmerzzuständen und übermäßiger Abnutzung der Kiefergelenke führen. Ihre Spezialistin für Kieferorthopädie weist darauf hin, dass zum Teil gravierende ästhetische Beeinträchtigungen hervorgerufen werden, zum Beispiel bei einem weit zurückliegenden Unterkiefer.

Kieferorthopäden haben nachgewiesen, dass Kieferfehlstellungen Beschwerden verursachen, die wichtige Alltagskompetenzen ihrer Patienten beeinträchtigen. Hierzu zählen der Kauvorgang, die Atmung und das Sprachvermögen.

Ein gestörter Kauvorgang hat zur Folge, dass die Nahrung im Mund nicht ausreichend vorverdaut und zerkleinert wird, was wiederum Magen-Darm-Probleme nach sich ziehen kann.

Darüber hinaus verursachen Kieferfehlstellungen oft Verspannungen der begleitenden Muskulatur, was wiederum zu Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Tinnitus und Nacken- sowie Rückenschmerzen führen kann.

Eine beeinträchtigte Atmung, die durch Kieferanomalien hervorgerufen wurde, führt zu einer ungenügenden Sauerstoffversorgung der Patienten, was zu ständiger Müdigkeit und Antriebslosigkeit beitragen kann. Gerade bei Kindern kommt es häufig zur Mundatmung (zum Beispiel beim „offenen Biss„), wodurch sie anfälliger für Erkältungsinfekte werden.