Kieferorthopädische Behandlung bei Erwachsenen – geht das überhaupt?

Eine frühzeitige kieferorthopädische Behandlung im Kindesalter geht meist einfacher und ist mit weniger Aufwand verbunden als bei Erwachsenen, doch auch „über 18“ können Zahnfehlstellungen behoben werden. In der Regel spielt dabei die Ästhetik eine noch größere Rolle als bei Kindern. Sehr häufig sind es aber auch Kiefergelenksbeschwerden, die bei Erwachsenen eine kieferorthopädische Therapie notwendig machen. Diese äußern sich zum Beispiel durch verspannte Gesichts- und Kaumuskulatur, Schmerzen beim Kauen, nächtliches Knirschen bis hin zu Nacken- und Kopfschmerzen. Auch Engstände der Zähne und damit verbundene erschwerte Zahnpflege, vermehrte Zahnsteinbildung sind ein Grund für kieferorthopädische Therapie.

„Es ist selten zu früh – aber nie zu spät“

Lautet die Antwort auf die Frage, bis zu welchem Alter eine kieferorthopädische Behandlung überhaupt machbar ist. Selbst in hohem Alter ist theoretisch eine Korrektur möglich. Voraussetzung ist jedoch ein gesunder Zahn-Halteapparat, denn dieser ist für die Zahnbewegung und den angestrebten stabilen Halt der Zähne entscheidend.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Korrektur bei Erwachsenen?

Fehlstellungen, die über viele Jahre hinweg entstanden sind, lassen sich nicht binnen Wochen korrigieren.
Je nach Art und Schwere der Fehlstellung kann eine Behandlung mehrere Jahre dauern. Damit die Zähne auch nach dem Entfernen der Apparaturen nicht in die alte Stellung zurückverfallen, sind meist auch noch danach kieferorthopädische Behandlungen erforderlich. Diese so genannte „Retentionszeit“, in der die Nachbehandlungen stattfinden, kann weitere Jahre in Anspruch nehmen.

Aufgrund der relativ langen Behandlungsdauer entscheiden sich die meisten Erwachsene, wenn möglich, für unsichtbare oder zumindest unauffälligere Apparaturen.
Dazu zählen zahnfarbene oder durchsichtige  Keramikbrackets, durchsichtige INVISALIGN- Schienen, sowie die Lingualtechnik, zum Beispiel INCOGNITO.